25.9.07

Herbstäquinox


Am Sonntag war ja Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche (Äquinox), also wo Tag und Nacht genau gleich lang sind. Ab gestern werden die Nächte wieder länger sein als die Tage und die Dunkelheit bei uns wird eure überholen - jeden Tag wird es hier ein bisschen dunkler sein als in Deutschland.
Wir haben also Kartoffeln und Karotten geopfert (eingebuddelt - die Erde soll selbst entscheiden, ob sie neue Kartoffeln wachsen lässt oder sie zersetzt). Überhaupt ist Mabon ein Erdfest, wir haben im Schlamm gebuddelt, der Hund natürlich allen voran, haben Blätter gesammelt und zusammen ein Bild getuscht und die Blätter dort aufgeklebt, einen kleinen Herbst-Baum gebastelt, den Altar geschmückt und ich habe das Abendessen vorgekocht.
Dann haben wir erst eine kleine Räucherung auf der Veranda (wo mein neuer Altar steht) gemacht, wo die Kleine als Herbstprinzessin verkleidet war dann sind wir alle zusammen in die Sauna gegangen für eine richtige Räucherung und natürlich einen Saunagang. Draußen leuchteten ein paar Feuerfackeln. Ja, auch für die Romantik aber es half auch ungemein dabei nicht auf die Schnauze zu fallen. Danach gab's ein Mabon-Festessen, eine Karotten-Kartoffel-Cremesuppe mit Saunawurst (auf dem Saunaofen gegart) und zur Feier des Tages ein Vanilleschnäpschen hinterher. Und danach waren wir alle ein klein klein wenig geplättet... Komisch, muss an der Sonnenkonstellation liegen.

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5.8.07

Erddrache


Ein kleiner Erddrache hat hinter unserem Haus einen Schatz gehütet. Er tauchte auf, als ich mich an den Früchten eines wundersamen Johannisbeerbusches bediente. Sie. Eine junge Waldeidechsenfrau. Wir haben viele Rote Johannisbeerbüsche im Garten, aber nur dieser eine, gedrungen und verknöchert wie ein buckliger Mann, trägt Früchte wie aus einem Füllhorn, prall, süß und tiefrot. Er trug allein mehr als sieben andere große Büsche. Welcher Geist auch immer dort wohnt, ich habe ihm meinen Schutz und Dank angeboten. Heute war reiche Kräuterernte, ich habe die letzten Kräuter gesammelt und zum Trocknen aufgehängt, Kamille, Mädesüß, Johanniskraut, Goldrute, Breitwegerich, Gänsefingerkraut und Schafgarbe. Jetzt sollten wir für den Winter gerüstet sein. Ab morgen werden ein paar Herbstkräuter gepflanzt, die fleißig gekeimt haben, ein paar Minzen, Salbei... und nein, nicht Myrrhe. Aber immerhin Lavendel.

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2.8.07

Lughnasadh


Lughnasadh, Lammas, Schnitterfest, Augustanfang. Es ist ein seltsames Gefühl, all die Jahre ist dieses Fest ohne Bedeutung an mir vorübergezogen und in diesem Jahr liegen vor dem Fenster auf unserer Wiese die handgeschnittenen Garben zum Trocknen. Gesammelte Kräuter werden vom Wasser und Alkohol ausgesaugt, Tees trocknen im Speicher. Auf meine alten Tage weiß ich dieses bisher als langweilig empfundene Fest doch plötzlich zu schätzen.
Ich wünsche allen ein gesundes Lammas!

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30.7.07

Eilid


Sie hat uns gestern nacht besucht, unser Schutzgeist Eilid. Eine rote Weißwedelhirschkuh. Sie schaute durchs Fenster und schien beruhigt, das kleine Maya friedlich, trocken und warm schlafend vorzufinden nach ihrem Abenteuer heute. Danke, Eilid. Danke, Diana, Schutzgöttin der Wälder, der Jagd und der jungen Mädchen.

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